Ein fiktiver Dialog.


Sag mal, bist du vom anderen Ufer?


Was geht dich das an? Nichts.

Ich frage ja nur...


Bin ich dann ein anderer Mensch, wenn ich homosexuell wäre?

Nein.


Siehst du, also ist es nicht wichtig. Ich möchte weder auf mein Aussehen, meine Kleidung oder meine Sexualität reduziert werden. Ich bin ich.

Aber es gehört doch zu dir, eben wie dein Kleidungsstil.


Das stimmt, aber je mehr Zeit wir miteinander verbringen, desto mehr lernst du von mir kennen. Das gilt für mein Verhalten gleichermaßen wie für mein Kleidungsstil oder eben meine sexuelle Orientierung.

Du hast recht. Letztlich ist es egal, wie man ist. Wichtig ist wer man ist.

5.2.15 18:36, kommentieren

Packesel.

Ich will der Welt beweisen, dass ich es auch ohne Hilfe schaffe.

Doch alte Lasten drücken auf den Schultern.

Bin nicht als Packesel geboren, doch muss dadurch, schleppe schwer Tag für Tag.

3.2.15 19:53, kommentieren

Tristes Kunstwerk.

Du stehst da. Stolz bestaunst du dein Werk. Die Wand ist frisch gestrichen. Tiefgrau.

Ich stehe hinter dir, mit einem Pinsel in der Hand. Freudig male ich farbige Klekse auf deine tiefgraue Wand.
"Heee, lass das gefälligst!", sagst du. Mit heruntergezogenen Augenbrauen schaust du mich böse an, ehe du schleunigst den bunten Fleck mit grauer Farbe überdeckst. Ich male einen Fleck auf eine andere Stelle, diesmal größer und bunter. Du schaust mich böse an, stößt mich weg und malst hastig drüber während ich breit grinsend auf der anderen Seite einen fetten Strich male.
""HÖR AUF!!", brüllst du mich an.
Das Grinsen erstarrt, ich ziehe geknickt von dannen.
"Dann eben nicht...", murmel ich vor mich her.

Du siehst mir nicht nach, viel zu sehr bist du damit beschäftigt die Wand zu streichen.
Tiefgrau.

2.2.15 16:22, kommentieren

Ich, Menschen und die Liebe.

Ich bin ein Mensch mit einer empfindlichen Seele. Ich brauche Ruhe und Nähe von anderen Menschen. Zumindest ab und zu. Doch ich bekomm sie nicht. Auch mit der Liebe hat es noch nicht geklappt. Bei meinen letzten Treffen war die Vorfreude letztlich größer als das Danach.
Ich suche schon gar nicht nach Liebe, finde ich sie am Ende nicht einmal. "Liebe kommt dann, wenn du es nicht erwartest. Und vielleicht ist es gerade einfach nicht die Zeit dafür.", sagte man mir kürzlich.

Doch fehlt mir gerade einfach nur Zuwendung. Jemand, zu dem ich flüchten kann, wenn ich einsam bin. Ich höre alle um mich herum immer nur gut von andere reden, gar schwärmen. Der steht auf den, sie steht auf jenen, und der wiederum steht voll auf die und die. Wie es mich doch nervt!

Immer die gleichen Menschen um mich herum sagen mir, was es doch so gutes an mir gibt. 
Auch wenn es gerade nur schwer regnet, so gab es auch schönere Tage. Gerade kann ich mir die aber nur schwer zurück ins Gedächtnis rufen, das schlecht überwiegt gerade.

Dabei bin ich nichtmal der Typ Mensch, der immer nur alles schlecht sieht, der die Welt als etwas graues versteht, nein! Ich bringe gern Farbe in das Leben anderer oder auch in meines!



... und würde mich morgen jemand fragen, ob wir uns einen schönen Tag machen, wäre ich keines Falls abgeneigt.

1.2.15 23:11, kommentieren

Was ihm fehlt.

Die Traurigkeit in seinen Augen ist immernoch da. Seine Einsamkeit deutlich zu spüren.
Seit dem du gegangen bist, ist seine Welt nicht mehr die gleiche. Ihm fehlst du nicht, nur das, was du ihm gabst: Zuneigung, Anerkennung und Liebe. Rückhalt und Geborgenheit. Nähe.
Er spürt, wie sehr es ihn verzehrt, diese Sehnsucht danach. Und niemand erkennt sein Potenzial. Niemand vermag ihm das geben zu können, wonach er sucht. Zuwendung. Und so bleibt die Traurigkeit in seinen Augen sichtbar, die Einsamkeit spürbar.

28.1.15 15:31, kommentieren

Kann nicht.

Ich will abschließen mit dir.

Doch ich kann nicht.

Es reicht nur eine Kleinigkeit, um mich schmerzvoll an dich zu erinnern.

Manchmal kommt alles auf einmal wieder hoch.

Und ich will weinen.

Doch ich kann nicht.

24.1.15 18:42, kommentieren

Wärme.


Es reicht eine kleine Nachricht eines Menschens, nennen wir ihn A.,  aus, den man mag. Den man gern hat. Oder in den man sogar etwas verknallt sein mag.
Wenn dann ebendieser Mensch einem eine Nachricht schickt, strahlt man auf, man grinst, weil man sich freut und an A. erinnert wird.
Groß ist die Vorfreude auf jedes Ereignis mit A., sei es ein Treffen oder nur das bloße Kommunizieren. Manchmal reicht ein schönes Foto aus, um zu lächeln und es steigt eine wohlige Wärme, ein wohlig warmes Gefühl in einem auf.
Doch, ist es nur das Gefühl, sich A. hingezogen zu fühlen oder ist es etwa jenes Gefühl verkanllt zu sein?

 

8.1.15 08:01, kommentieren